Rotary Gemeindienststiftung - Partnerschaft - Youth Exchange

måndag 25 maj 2026

Josef Widmer

Verein Youth Exchange without borders (Emmen)
Seit über zehn Jahren organisiert der Emmer Verein Youth Exchange without borders Austauschprogramme für Jugendliche aus der Schweiz und dem Kaukasus. Er führt mindestens einmal jährlich ein Projekt durch, entweder in der Schweiz oder in Armenien, an dem in der Regel rund 20 Jugendliche teilnehmen.

Die Gemeindienststiftung finanziert einen Teil dieser Austausch-Aktivitäten.

Website: Youth Exchange without borders

Rückblick: Einsatz des Unterstützungsbeitrags 2025

Dank der Unterstützung konnten wir das Projekt «AZNAVOUR 25» in Hermon (Armenien) massgeblich aufwerten. Über das Basisprogramm hinaus ermöglichte der Beitrag zwei zentrale Zusatzmodule, die Theorie und Praxis verbanden:

  • Workshop im Jermuk Youth Center: Unsere 20 Teilnehmenden aus der Schweiz und Armenien erarbeiteten gemeinsam, wie die Globalisierung lokale Jugendstrukturen beeinflusst. Der direkte Austausch mit den Jugendlichen vor Ort förderte die interkulturellen Kompetenzen weit über ein normales Workshop-Setting hinaus.
  • Praxisbesuch in Eriwan: In der Entwicklungsabteilung eines weltweit tätigen Technologieunternehmens konnten die Teilnehmenden erleben, wie Armenien als Innovationsstandort fungiert. Dies gab wertvolle Impulse für die berufliche Orientierung der jungen Erwachsenen und zeigte die wirtschaftliche Vernetzung zwischen dem Südkaukasus und dem Westen auf.

Ausblick: Einsatz des Beitrags 2026

Im Sommer 2026 liegt der Fokus unseres bilateralen Austauschs («AZNAVOUR 26») auf dem hochaktuellen Thema Medienkompetenz, Fake News und Propaganda. In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz und gezielte Desinformation die öffentliche Meinung massgeblich beeinflussen, möchten wir junge Menschen befähigen, Informationen kritisch zu hinterfragen. Die Thematik ist insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen sehr aktuell. Armenien steht vor unserem Projekt vor richtungsweisenden Wahlen und wird sich entscheiden müssen, ob der pro-westliche Kurs der aktuellen Regierung Richtung EU weiterverfolgt werden soll, oder ob die alte Bindung zu Russland wieder gestärkt werden soll.

Den Förderbeitrag 2026 planen wir für folgende Schwerpunkte einzusetzen:

  • Exkursion zu einem Medien-Outlet: Wir besuchen ein unabhängiges Medienhaus, um den Redaktionsalltag und die Herausforderungen einer freien Presse (inkl. Videojournalismus) in einem spannungsgeladenen Umfeld kennenzulernen.
  • Dialog mit Journalisten zu den Wahlen 2026: Wir diskutieren mit Experten über die Mechanismen der Narrativbildung. Dieser Diskurs hilft den jungen Erwachsenen des Projekts, die Komplexität internationaler Beziehungen und die Macht der Medien in Konfliktregionen zu verstehen.

Mai 2026, Stefan Rüegsegger, Vereinspräsident

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